Voraussetzungen für die Tätigkeit als Wirtschaftsanwalt

Die deutsche Juristenausbildung ist in der Welt einmalig und führt immer noch nach Abschluss des Jura-Studiums an der Universität mit dem 1. Staatsexamen oder der Ersten Prüfung nach der Referendarzeit zum Einheitsjuristen, der die Befähigung zum Richteramt erhält. Die meisten Juristen arbeiten aber nach dem Abschluss in der Wirtschaft.

Wirtschaftsanwälte gefragt – mit Top Examen

Wer als Abschluss des Jura-Studiums und des Zweiten Staatsexamens 2 Prädikatsexamen vorweisen kann, hat gute Chancen, als Wirtschaftsanwalt tätig werden zu können. Grundsätzlich stehen ihm natürlich auch die begehrten Stellen im Staatsdienst als Richter oder Staatsanwalt offen. Aber auch die anspruchsvollen Stellen in der Wirtschaft setzen beste Examina voraus.

Es gibt beim deutschen Einheitsjuristen aber nun mal keine staatlich geregelte Ausbildung zum Wirtschaftsanwalt. Vielmehr muss sich der Absolvent durch Schwerpunktsetzung im Studium und in den Weiterbildungen danach eine gute Position für eine Bewerbung bei großen Unternehmen oder in großen auf deutsches und internationales Wirtschaftsrecht spezialisierten Kanzleien schaffen. Eine Qualifikation kann auch bereits ein Zusatzstudium der BWL oder Markenrecht oder eine kaufmännische Lehre sein, die ein besseres Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge eröffnet. MW Legal zum Beispiel, eine Kanzlei aus Hamburg hat sich auf das Markenrecht spezialisiert.

Im Studium ist es vorteilhaft, bereits Kurse in Kapitalmarkt- und Bankenrecht belegt zu haben. Neben dem Hauptstudium werden diese Fächer als Wahlpflichtfächer angeboten.

Aufgabenfelder für Wirtschaftsanwälte

Wenn Sie als Anwalt für ein Unternehmen tätig werden oder Sie eine Anstellung in einer Kanzlei mit einem Schwerpunkt auf Wirtschaftsrecht suchen, werden von Ihrem zukünftigen Arbeitgeber neben den überdurchschnittlichen Examensleistungen auch ein besonderes Verständnis für die Mechanismen der internationalen Finanzmärkte und für die Auswirkungen des internationalen Rechtes auf die einzelnen Unternehmen gelegt.

Auch sollten zumindest Interesse und Grundkenntnisse im Bereich Besteuerung von Unternehmen und Buchhaltung sowie Bilanzrecht vorhanden sein. Natürlich werden auch intensive Weiterbildungen auf diesen Rechtsgebieten verlangt werden und auch notwendig sein. Weil viele Unternehmen auch international agieren, werden auch anspruchsvolle Fremdsprachenkenntnisse vorausgesetzt. Besonders Englisch sollte mindestens verhandlungssicher und auch gerade in der englischen und angelsächsischen Rechtssprache beherrscht werden. Als Wirtschaftsanwalt müssen Sie auch international Verhandlungen und Konferenzen erfolgreich für Ihr Unternehmen bestreiten können. Oder Sie machen sich selbstständig wie die Kanzlei MW Legal, mehr unter http://mw-legal.de/unsere-leistungen/wirtschaftsrecht/.

Auch Schriftsätze als Wirtschaftsanwalt sind oft in Englisch zu verfassen. Zu Ihrem Aufgabenbereich als Wirtschaftsanwalt gehört auch, dass Sie vor internationalen Gerichten und ausländischen Aufsichtsbehörden verhandlungssicher auftreten können. Auch müssen Sie die Unterschiede der einzelnen internationalen Rechtssysteme kennen und ihre speziellen Auswirkungen auf die international handelnden Unternehmen, die Sie vertreten. Nicht zuletzt sind auch Kenntnisse auf dem Gebiet des internationalen Steuerrechtes immer wichtiger, weil gerade die unterschiedliche Besteuerung von Unternehmen im Ausland eine immer größere Streitfrage ist und den Unternehmenserfolg entscheidend bestimmen kann.

Studium sinnvoll gestalten

Auch wenn es in Deutschland nur die Ausbildung zum Einheitsjuristen gibt, sollte das Studium mit Hinblick auf die spätere Tätigkeit als Wirtschaftsanwalt durch Auslandsaufenthalte, Sprachpraktika im Ausland und besondere Beschäftigung mit dem Recht ausländischer Unternehmen frühzeitig ergänzt werden. Dieses individuelle Schwerpunktsetzung bringt natürlich klare Vorteile bei einer späteren Bewerbung als Wirtschaftsanwalt.

Weil eben eine formale Ausbildung mit Schwerpunkt auf dem Wirtschaftsrecht nicht existiert, sollten Sie, wenn möglich, bereits im Studium auch als Nebenfach Kurse in Betriebswirtschaft belegen und zum Beispiel in den Semesterferien für ausländische Unternehmen arbeiten. Vom Zeitaufwand lässt sich das später kaum nachholen. Die finanziellen Möglichkeiten beim Verdienst sind für Wirtschaftsanwälte exzellent. 70-80.000 Euro sind als Einstiegsgehalt möglich. Allerdings ist natürlich auch die Arbeitsbelastung sehr fordernd. Zudem sollte wirklich auch bei Ihnen Spaß an unternehmerischen Zusammenhängen im Recht bestehen.


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